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Genderhinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf meiner Website verallgemeinernd das generische Maskulinum verwendet.
Außerdem halte ich mich weiterhin an die bewährte klassische Rechtschreibung.
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In dieser Rubrik teile ich gelegentlich Gedanken, Hintergründe und
Beobachtungen aus der Praxis – als kleine Impulse zum Nachdenken über
Gesundheit und den menschlichen Organismus.
Ich begleite Sie sowohl bei Beschwerden als auch präventiv zur Förderung Ihrer natürlichen Balance.
Regelmäßige Impulse stärken Vitalität, Resilienz und Wohlbefinden – Ihr Körper wird es Ihnen danken.
Für Alle, die ihre Gesundheit aktiv gestalten möchten – mit achtsamer, professioneller Begleitung auf Augenhöhe.
Ihre Naturheilpraxis für Darmgesundheit, Vitalfeldtherapie und ganzheitliche Heilkunde in Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und weit darüber hinaus.
Als ich 1994 mit der Ausbildung zur Heilpraktikerin begann, hatte ich bereits Einblick in eine der größten Naturheilpraxen in Deutschland, nämlich die meines Lebensgefährten Eduard Ring.
Ich assistierte ihm zunächst bei seinen zahlreichen Praxis-Seminaren für Kollegen, begleitete ihn bei Hausbesuchen und übernahm neben dem theoretischen Unterricht schrittweise Büro- und Organisationsaufgaben. Später erweiterte ich das ursprüngliche Praxisangebot aus Heilmitteln von Dr. A. Vogel (Schweiz) und Tiroler Steinöl (Österreich) um hochwertige Produkte aus Hanf sowie erlesene Supplemente.
Ab 1997 erlebte ich den Praxisalltag hautnah. Termine wurden
telefonisch und kurzfristig vereinbart, die Bürokratie war minimal, dem
Patienten gebührte die volle Aufmerksamkeit. Die Beschwerdebilder waren
vielseitig: Akute Infekte, Heuschnupfen, Rücken- und Gelenkschmerzen,
Hexenschuß, Bandscheibenvorfall, Rheuma, Durchblutungsstörungen, offene Beine,
diabetisches Gangrän, Verdauungsprobleme, vegetative Beschwerden, Nagelpilz,
Haarausfall, Gürtelrose und manches mehr.
Etwa zwei Drittel der Hilfesuchenden klagten über akute Beschwerden, die rasch
gelindert oder behoben werden konnten. Aber auch die Patienten mit chronischen
Krankheiten sprachen gut auf die naturheilkundlichen Heilmittel und Anwendungen
an. Die Praxis war bekannt für rasche und kompetente Hilfe.
In der Rückschau war alles freudvoller, menschlicher, einfacher, gedeihlicher –
sowohl für den Patienten als auch für uns Therapeuten. Der Kontakt zu den engagierten Heilmittelherstellern war persönlich, die Apotheke vor Ort hielt die meisten
Mittel vorrätig. Die Mund-zu-Mund-Propaganda funktionierte, weil die Menschen
noch miteinander sprachen. Ansonsten fand man uns im Telefon- und Branchenbuch.
Es bedurfte keines Internetauftrittes, es gab keine Ablenkung durch
Social-Media-Kanäle und keine erdrückende Informationsflut, es war keine
überbordende Dokumentation erforderlich und Datenschutz war selbstverständlich.
Was hat sich geändert?
Bürokratie und Vorschriften seitens des Gesetzgebers sind fast maßlos geworden, ebenso der damit verbundene Zeitaufwand. Möglicherweise hat sich auch hier die Herrschaft derer durchgesetzt, die - mit Verlaub - über mehr Befugnis als Fachkompetenz und Praxiserfahrung verfügen.
Die rasant fortschreitende Digitalisierung erfordert inzwischen mehr Aufwand als sie an Effizienz bringt sowie deutlich mehr Kosten für die immer schneller zu erneuernde Software.
Zur eigentlichen Praxisarbeit ist zu sagen, daß sich die
Krankheitsbilder der Patienten in den letzten drei Jahrzehnten drastisch
verändert haben. Die Immunsysteme erscheinen schwächer, die Symptome sind
wesentlich vielschichtiger. Es bedarf häufig eines größeren Diagnostik- und Therapieeinsatzes,
um Gesundheit wieder herzustellen.
Heute leiden etwa 90% (!) der Hilfesuchenden unter chronischen Beschwerden,
darunter Autoimmunkrankheiten, Herz-Kreislauf-Störungen, neurologische Defekte,
Krebserkrankungen. Seit 2021 sprengen die Krankenstatistiken jeden
Rahmen. Überdies gibt es Krankheitsbilder, die bis dahin unbekannt waren, darunter
Long-Covid und Post-Vac.
Bis 2019 gab es nach meiner Beobachtung eine Erkältungssaison mit Beginn der kalten
Jahreszeit, etwa Anfang November bis kurz nach Karneval. Heute sind auffallend
viele Menschen das ganze Jahr hindurch anhaltend oder immer wieder von
grippalen Infekten geplagt.
Nahezu alle Patienten klagen über Leistungsabfall, Müdigkeit, Stressbelastung,
kognitive Einschränkungen, Erschöpfung.
Sehr viele fühlen sich einsam, kaum wertgeschätzt, empfinden keine Freude mehr
bei ihrem Tun, stattdessen eher Hilflosigkeit, Depression und Ohnmacht.
Die gute Nachricht:
Natürlich sind meine Wenigkeit und weitere naturheilkundliche Therapeuten und Ärzte, sowie die Hersteller von natürlichen Heilmitteln und fortschrittlichen Medizinprodukten mit diesen Herausforderungen gewachsen. Die bis dato schon hervorragenden Diagnose- und Therapiegeräte auf Basis der Biophysik wurden weiterentwickelt, praktische Anwendungsmethoden wurden verfeinert, labortechnische Verfahren wurden optimiert, orthomolekulare Rezepturen wurden bedarfsgerecht angepaßt; bewährte Naturheilmittel wurden gegen den Druck der Pharmaindustrie erhalten.
Deshalb kann ich nach wie vor probate Therapien anbieten, die die Selbstheilungskräfte des Patienten unterstützen und sein Wohlbefinden verbessern, in dem Bestreben, das gesundheitliche Gleichgewicht wieder herzustellen.
Darüber hinaus gebe ich Hilfe zur Selbsthilfe und unterstütze den Menschen darin, seine persönlichen Trigger und Belastungsfaktoren ausfindig zu machen und langfristig seine eigene persönliche „Hausapotheke“ einzurichten.
Im Moment wird viel darüber gesprochen, was künstliche Intelligenz in der Medizin leisten kann. Manche Erwartungen erscheinen dabei erstaunlich hoch.
Tatsächlich kann KI sehr hilfreich sein, z. B.
Für
Recherche, Orientierung und Wissenszugang ist das ein beeindruckendes Werkzeug.
Und dennoch bleibt eine zentrale Grenze bestehen - KI arbeitet mit Daten – sie begegnet keinem Menschen.
Sie kann keinen Patienten wahrnehmen, keine Körpersprache lesen, keine feinen Veränderungen in Stimme, Haltung oder Ausdruck erkennen. Sie kennt keine Lebensgeschichten, keine persönlichen Belastungen, keine individuellen Erfahrungen mit Krankheit oder Gesundheit. Vor allem aber kann sie keine therapeutische Beziehung aufbauen.
Gesundheit lässt sich nicht allein durch Zahlen, Laborwerte oder Befunde erklären. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, Lebensweise und körperliche Dynamik mit. Und Energiehaushalt, Immunsystem, Verdauungs- und Nervensystem wirken ständig zusammen. Genau diese Individualität prägt das persönliche Wohlbefinden.
Therapeutische Erfahrung bedeutet daher mehr als reines Fachwissen. Sie verbindet Wissen mit Beobachtung, mit Zuhören und mit dem Blick auf den ganzen Menschen. Die Aufgabe in der Therapie besteht darin, die Zusammenhänge im individuellen Organismus zu erkennen und gezielt zu unterstützen.
Warum suchen viele Menschen nach schnellen Lösungen?
In der täglichen Praxis zeigt sich oft ein wiederkehrendes Muster: Viele Menschen wünschen sich eine möglichst schnelle und unkomplizierte Lösung für ihre Beschwerden. Das ist verständlich – und gleichzeitig ein Zeichen unserer Zeit.
Unsere Gesundheitskultur hat sich verändert. In vielen Bereichen des Lebens sind wir gewohnt, Probleme sofort zu lösen: Informationen sind jederzeit verfügbar, Apps liefern Antworten in Sekunden, Medikamente versprechen schnelle Wirkung.
Doch der
menschliche Organismus folgt nicht immer dieser Geschwindigkeit.
Hinzu kommt, dass viele Menschen heute unter einer dauerhaften Alltagsbelastung stehen. Stress, Schlafmangel, lange Bildschirmzeiten, zwischenmenschliche Spannungen, stark verarbeitete Ernährung und Bewegungsmangel setzen dem Körper kontinuierlich zu. Regeneration bekommt im Alltag oft zu wenig Raum.
Parallel dazu hat sich auch das Krankheitsspektrum verändert. Während früher häufiger akute Erkrankungen im Vordergrund standen, sieht man heute zunehmend chronische Belastungen – etwa Erschöpfungszustände, Stoffwechselprobleme, chronische Entzündungen, Darmbeschwerden, neurologische oder depressive Erkrankungen.
Solche Prozesse entstehen meist über längere Zeit. Entsprechend benötigen sie auch Zeit und Begleitung, um sich wieder zu regulieren.
Ein weiterer Faktor ist die enorme Informationsmenge, die heute verfügbar ist. Internet, soziale Medien und inzwischen auch künstliche Intelligenz liefern eine Fülle von medizinischen Informationen – allerdings nicht immer einheitlich oder klar eingeordnet.
Das führt
häufig zu zwei Reaktionen:
Entweder versuchen Menschen, ihre Beschwerden selbst zu diagnostizieren und
schnell zu lösen – oder sie fühlen sich durch die vielen widersprüchlichen
Informationen zunehmend verunsichert.
Wenn die schnelle Lösung nicht ausreicht
Viele Patienten berichten, dass sie bereits eine längere Phase hinter sich haben, bevor sie eine integrative und Ursachen-orientierte Therapiebegleitung suchen. Oft gehören dazu Selbstexperimente, intensive Internetrecherchen oder verschiedene kurzfristige Behandlungsversuche.
Solche Ansätze können durchaus Symptome lindern. Doch häufig stellen Menschen irgendwann fest:
„Die schnelle Lösung hat mein Problem nicht wirklich verändert.“
Gesundheit
funktioniert selten wie ein Schalter, den man einfach umlegt. Sie entwickelt
sich eher Schritt für Schritt – wenn der Organismus die richtigen Impulse
bekommt und wieder in seinen eigenen Takt findet.
Nach alter Therapeuten-Weisheit: "Es kommt zu Pferd und geht zu Fuß!" :-)
Denn viele chronische Beschwerden entstehen nicht durch eine einzelne sondern durch verschiedene Ursachen!
An dieser Stelle möchte ich dem geneigten Leser einen weiteren Denkimpuls mitgeben:
Der Körper arbeitet nicht gegen uns!
Beschwerden sind oft Ausdruck der bestmöglichen Regulation des Körpers unter extremen Bedingungen.
Therapie bedeutet daher ebenfalls nicht, „gegen den Körper" zu arbeiten, sondern ihn dabei zu unterstützen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Und genau dafür braucht es meist etwas, das keine künstliche Intelligenz liefern kann:
Wissen (statt nur Information), Zeit, Erfahrung – und den Blick auf den Menschen als Ganzes.
Ganzheitlich / Integrativ - an
einem Praxisbeispiel erklärt
Krankheitsbezeichnungen bzw. Diagnosen beschreiben in der Regel lediglich, wo
oder auf welche Weise sich Störungen bemerkbar machen. In der Schulmedizin
werden sie meist bestimmten Fachbereichen zugeordnet.
In der naturheilkundlichen Patientenschau tritt diese strikte Zuordnung jedoch in den Hintergrund. Statt dessen wird der Mensch in seiner Ganzheit wahrgenommen, mit seinen körperlichen, seelischen und individuellen Lebensumständen. Symptome werden nicht isoliert bewertet, sondern als Ausdruck von Zusammenhängen innerhalb des gesamten Organismus verstanden. Entsprechend wird auch die Therapie ganzheitlich und individuell aufgebaut.
Mit Ganzheit ist also das gemeinsame Wirken von Körper,
Seele und Geist gemeint, welches über unser Wohlbefinden entscheidet. Diese
drei Ebenen sind in ihrer Bedeutung als gleichwertig zu betrachten. Gerade die Ursachen
für chronische Erkrankungen sind multifaktoriell und lassen sich meistens in
allen drei Bereichen finden. Doch auch ein akuter Krankheitsausbruch hat
erfahrungsgemäß sein Entstehungspotential auf diesen drei Ebenen.
Physische Störungen sind heute mit Hilfe moderner Labordiagnostik und
physikalischer Meßmethoden ziemlich genau festzustellen. Auf der geistigen
Ebene geht es darum zu erkennen, welcher Denk- oder Verhaltensstrategie sich
der Verstand bedient und wie dadurch innere Ungleichgewichte entstehen können. Den
Hilferuf der Seele hingegen nimmt der Betroffene am besten wahr, wenn er in die
Stille geht und sich selbst aufmerksam zuhört.
An einem Fallbeispiel möchte ich diese Zusammenhänge
verdeutlichen:
Patientin, 59 Jahre: Erkrankung an einer ausgeprägten Gürtelrose im Bereich des
linken Brustkorbs. Starke Schmerzen und ein charakteristisches Krankheitsgefühl mit körperlicher wie mentaler Erschöpfung setzen sie vorübergehend außer Gefecht.
Betrachten wir die verschiedenen Belastungsebenen:
Körperlich:
Anhaltende Überforderung, erhöhte Streßhormone, Darmdysbiose sowie ein Mangel
an wichtigen Vitalstoffen
Geistig:
Existenzangst, die Sorge zu versagen sowie belastende zwischenmenschliche
Enttäuschungen
Seelisch:
Eigene Bedürfnisse werden über lange Zeit zurückgestellt, es gilt durchzuhalten
und den äußeren Anforderungen standzuhalten, die nächste „Sicherheitsstufe“ soll
erreichen werden – oft gegen die eigenen inneren Grenzen. Dadurch können innere
Erschöpfung, emotionale Kälte und ein spürbarer Verlust an Lebensenergie
entstehen.
Folge
Halten Stresssituationen zu lange an, kommen regenerative Prozesse im
Organismus zu kurz. Der Stoffwechsel gerät unter erhöhte Belastung, das Milieu in Zellen
und Interstitium kann sich ungünstig verändern. Auch die körpereigenen Symbionten
geraten dabei unter Druck, während sich für pathogene Keime günstige
Bedingungen entwickeln.
Unter solchen Umständen kann ein bereits im Körper vorhandenes Virus wieder aktiv werden, in dem Fall Varizella-Zoster-Virus. Es befällt die feinen Nervenendigungen in
dem betroffenen Hautareal und führt dort zu Entzündungsreaktionen, die sich
durch Schmerzen und die typischen Hautveränderungen bemerkbar machen.
T H E R A P I E
Körperlich (= Kernbehandlung):
Zufuhr ausgesuchter Vitalstoffe zur Einnahme sowie als Infusion oder Injektion,
spezifische homöopathische Arzneimittel zur Unterstützung des Immunsystems und zur
Schmerzlinderung. Ggf. Spezielle Injektionstechnik im betroffenen Areal.
Geistig:
Die Patientin braucht vor allem Ruhe und Entspannung. Zuwendung, Verständnis
und Ermutigung können helfen, belastende Gedanken zu ordnen und neue
Perspektiven zu entwickeln. Ziel ist es, die Patientin dabei zu unterstützen,
wieder mehr Vertrauen in die eigenen Kräfte und Handlungsmöglichkeiten zu
gewinnen. Ergänzend können Atemübungen für den vegetativen Ausgleich förderlich sein.
Seelisch:
Auch die Seele möchte gehört werden. Was fehlt ihr? Was hat sie verletzt? Welche
Bedürfnisse sind über lange Zeit unbeachtet geblieben? Solche Fragen können
helfen, wieder in einen ehrlichen Kontakt mit den eigenen Empfindungen zu
kommen und innere Heilungsprozesse anzustoßen.
F A Z I T
Die Patientin war nach sechs Wochen vollständig genesen und wieder auf gutem Energieniveau. Die vielgefürchtete Post-Zoster-Neuralgie wurde durch die ganzheitliche und gezielte Kausalbehandlung verhindert.
Die Erkenntnisse aus der Erkrankung helfen der Patientin fortan, so manche Überforderung im Alltag frühzeitig zu erkennen, Ihr Vitalfeld besser in Balance zu halten und somit einem erneuten Ausbruch vorzubeugen. Somit kann man diesen Therapieerfolg auch als nachhaltig bezeichnen.
Gesundheit entsteht
aus der dynamischen Balance von Körper, Geist und Seele.